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Preis für Wissenstransfer
Der
Preis für Wissenstransfer würdigt wissenschaftliche Arbeiten, die einen
regionalen Bezug zu Aachen haben und geeignet sind, die Zusammenarbeit
zwischen Forschern, Krankenhausärzten und niedergelassenen Ärzten zu
verbessern.
Aktuell
liegt folgende Ausschreibung des „Preises für Wissenstransfer“
vor:
Preis für Wissenstransfer
Die Medizinische
Gesellschaft Aachen e.V. prämiert auch im Jahr 2011
den Transfer von
medizinischem Wissen zwischen Forschung, Klinik & Praxis
Die
Vorschläge sind bis zum 15.04.2011 an den Vorsitzenden der Medizinischen
Gesellschaft
Aachen
e.V. zu richten: Univ.-Prof. Dr. Dr. Dr. D. Groß, Institut für Geschichte,
Theorie und
Ethik
der Medizin, Universitätsklinikum Aachen, Wendlingweg 2, 52074 Aachen
Nachfolgend finden Sie eine Würdigung der bisher
letzten, im Frühjahr 2007 ausgezeichneten Preisträger:
1. Preis: Prof. Dr. rer. nat. Thoralf Niendorf
Zur vorgelegten Arbeit
Herr Professor Niendorf hat sich in einer außergewöhnlichen Arbeit zu dem
Thema „Verzerrungsfreie Magnetresonanzbildgebung (MRT) von
Hirnfunktionen um die Verbesserung der praktischen Anwendbarkeit
dieses verbeiteten bildgebenden Verfahrens verdient gemacht. Durch
eine Optimierung konnte ein schnelles bildgebendes MR-Protokoll entwickelt
werden, welches bei eine Abbildung von bis zu 20 Schnittebenen des Gehirns
in 2 Sekunden weitgehend verzerrungsfreie Abbildungen der Anatomie und
somit auch der Funktion des Gehirns ermöglicht.
Dieses ist ein erheblicher Fortschritt gegenüber den bisher notwendigen
Zugeständnissen an die Abbildungsgenauigkeit mit zunehmender
Geschwindigkeit.
Nur bei schneller und verzerrungsfreier Abbildung mit der MRT ist aber ein
sinnvoller klinischer Einsatz möglich.
Zu erwähnen ist weiterhin, dass dieser Fortschritt in der Hirnbildgebung in
kurzer Zeit seine Übertragung auf andere Organe des menschlichen Körpers
finden wird, so wurde beispielsweise bereits eine ultra-schnelle
Herzbildgebung etabliert.
Zur Person:
Dr. rer. nat. Thoralf Niendorf ist seit Dezember 2004 Universitätsprofessor
für das Fach Experimentelle Magnetresonanztomographie (eMRI) im Fachbereich
Medizin der RWTH und Universitätsklinikum Aachen.
Seine Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf methodische
Entwicklungen zur diagnostischen Bildgebung von Herz- und Kreislauferkrankungen.
Durch Beiträge in der Lehre sollen Studierende für das sehr moderne Gebiet
der Magnetresonanztomographie und deren vielfältige Anwendungen in der
Medizin und in den Naturwissenschaften begeistert werden.
geboren am 9. Juli 1964 in Luckenwalde
Ausbildung 1986 bis 1989 Studium der Physik an der Universität Leipzig 1989
bis 1992 Studium der Physik an der Universität Bremen 1992 bis 1995
Promotion im Fachbereich Chemie/Biologie der Universität
Beruflicher Werdegang
1992 bis 1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität Bremen
1995 bis 1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Max-Planck-Institut für
Neuropsychologische Forschung, Leipzig
1998 bis 2001 Advanced Applications Scientist, General Electrical Medical
Systems Europe 2001 bis 2002 Programm Manager for Cardio- and Neurovascular
Magnetic Resonance Imaging, General Electric Medical Systems Europe
2002 bis 2004 Senior Scientist, Applied Science Laboratory, General
Electric Healthcare Technologies, USA
2002 bis 2004 Visiting scientist at the Beth Israel Deaconess Medical
Center/Harvard Medical School, Boston, Massachusetts; USA
2. Preis: Frau PD. Dr. med. Ilonka
Kreitschmann-Andermahr
Zur vorgelegten Arbeit
Frau Dr. Kreitschmann-Andermahr wird ausgezeichnet für
ihre Arbeit zu dem Thema neuroendokriner Störungen nach erworbener
Hirnschädigung. Zu betonen ist insbesondere die engagierte und gelungene
Übersetzung der Forschungsergebnisse in einen praxisorientierten
Behandlungsansatz. Auf Basis von Arbeiten, die seit 2000 zu diesem Thema
veröffentlicht wurden, hat Frau Kreitschmann-Andermahr 2004 eine eigene
Arbeit zu dem Thema hypophysär-hypothalamische Insuffizienz nach
Schädel-Hirn-Trauma und aneurysmatischer Subarachnoidalblutung vorgelegt.
Der entscheidende Schritt war aber aus diesem Forschungsthema heraus ein
Forschungs- und Behandlungsteam zu begründen, welches diese hormonellen
Konsequenzen charakterisiert und betroffene Patienten interdisziplinär
behandelt.
„Besonders hervorheben möchte ich, dass Frau Kreitschmann-Andermahr durch
das Frauenförderprogramm TandemPlus der RWTH Aachen begleitet wird. Man
kann diesen Preis also auch zum Teil als ausdrückliche Anerkennung der
Frauenförderung der RWTH Aachen verstehen."
Zur Person
PD Dr. med. Ilonka Kreitschmann-Andermahr, Oberärztin der Neurochirugischen
Poliklinik
Lebenslauf
Geboren am 1.Juli 1965 in Marl.
Aufgewachsen dort und in Rye, New York, USA. High School Abschluss und
deutsches Abitur, danach Prüfung zur staatlich geprüften Übersetzerin für
die englische Sprache an der Industrie- und Handelskammer Bonn. Studium der
Humanmedizin in Aachen, praktisches Jahr (PJ) in Aachen und am Institute
for Neurological Sciences der Universität Glasgow, Schottland.
Nach Abschluss des Studiums zunächst Ärztin im Praktikum (ÄiP), später Assistenzärztin
an der Neurochirurgischen Klinik (Direktor Univ.-Prof. Dr. med. J.M.
Gilsbach) und an der Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums der
RWTH Aachen (Direktor Univ.-Prof. Dr. med. J. Noth) sowie der Klinik für
Psychiatrie der Friedrich Schiller-Universität Jena (Direktor Univ.-Prof.
Dr. med. H. Sauer).
Promotion zum Dr. med. mit einem neuropathologischen Thema (Doktorvater
Univ.-Prof. Dr. med. J. Schröder, Institut für Neuropathologie,
Universitätsklinikum Aachen).
Im Juni 1997 Wiedereintritt in die Neurochirurgische Klinik des
Universitätsklinikums Aachen,
im Oktober 1997 Facharztprüfung zur Ärztin für Neurologie, seitdem Leiterin
der Neurochirurgischen Poliklinik.
Im Mai 2004 Erwerb der Zusatzbezeichnung "Spezielle
Schmerztherapie".
Im Juni 2006 Habilitation und Venia Legendi für das Fach Neurologie
Forschungsschwerpunkte
Störungen der hypophysär-hypothalamischen Funktion bei Patienten nach
aneurysmatischer Subarachnoidalblutung
Untersuchungen zur Erfassung der gestörten frühen Informationsverarbeitung
bei Patienten mit Schizophrenie und nach aneurysmatischer
Subarachnoidalblutung mittels des Paradigmas der Mismatch-Negativität.
Kognitive und psychosoziale Folgen der aneurysmatischen
Subarachnoidalblutung.
3. Preis: Dr. med. Klaus Hübner
Zur vorgelegten Arbeit
Herr Dr. Hübner wird ausgezeichnet für die Erstellung einer Anleitung zur
Praktischen Sklerotherapie. Anerkannt wird, dass dieses Werk trotz der
Belastung durch die Praxistätigkeit entstanden ist.
„Praktische Sklerotherapie gibt durch anschauliche Abbildungen
und konkrete Empfehlungen einen umfassenden Einblick in diesen Bereich. Das
Arbeitsbuch verdeutlicht anhand ausgewählter Beispiele die heute
praktizierten Methoden. Interessierte Ärzte erhalten eine Anleitung, diese Technik
in das Behandlungsangebot der eigenen Praxis aufzunehmen. Erfahrungen aus
über 25 Jahren Fortbildung fließen ebenso mit ein wie Beiträge namhafter
internationaler Sklerotherapeuten. „Praktische Sklerotherapie
leistet somit einen wichtigen Beitrag, um die Sklerotherapie zu etablieren
und dem interessierten Arzt verständlich und praktikabel zu machen.
Zur Person
Geboren 7.9.1944, Deutsch-Krone, Pommern
1964
Abitur, Bremerhaven
1965-1972 Medizinstudium in Bonn, Wien und Kiel
1973 Promotion
und Approbation in Kiel
1973-1975 Chirurgie,
Geburtshilfe und Dermatologie Nordseeklinik Westerland, Sylt
1975-1978 Ausbildung zum Hautarzt, Uniklinik
Kiel
Seit 1979 Niedergelassener
Hautarzt in Aachen
Spezialgebiete:
- Phlebologie
(Krampfaderleiden)
- Lymphologie (Lymphleiden)
- Proktologie
(Hämorrhoidalleiden)
1982-1987 Vorstandsmitglied
der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
1986-1987 Generalsekretär der
Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
1995 Zusatzbezeichung
„Phlebologie"
Diverse
Seminare und Fortbildungsveranstaltungen seit 1985
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